Grade im Cercanias, man glaubt es nicht, wie in nem schlechten Film:
Eine Gruppe von fuenf Soldaten betreten den Waggon, 4 normale und ein irgendwie hoeheres Tier (Gruppenfuehrer, Kommandant, keine Ahnung), alle in Tarnkleidung und mit MP. Die Dinger verbreiten ein echt seltsames Gefuehl, und definitiv keines von Sicherheit!
Zwei der Soldaten plazieren sich jeweils am Ende des Waggons, Ruecken zur Wand, um alles ueberblicken zu koennen. Die anderen beiden fangen an, jede Person genau unter die Lupe zu nehmen, Reihe fuer Reihe. Je naeher einem so ne MP kommt, umso mulmiger wird es einem in der Magengegend!
Der Chef laeuft mit geschwellter Brust und boesen Blick langsam, man koennte fast schon sagen schlendernd, hinter seinen Leuten her und mustert sowohl deren Arbeit als auch nochmal jeden Passagier.
Waehrend der ganzen Zeit herrscht absolute Stille im Waggon, nur die klassische Musik aus den Lautsprechern, die der Szene noch theatralischer erscheinen laesst, und ein kleiner Junge, der die Soldaten genauer sehen will und ueber die Baenke turnt, jedoch von seinem Vater im Fluesterton zur Vernunft gebracht wird.
Zwischen den Soldaten, kein Wort, nur Gesten, eindeutig als Befehle zu indentifizieren.
An der naechsten Station steigen sie aus, nehmen sich den naechsten Waggon vor, der Spuk ist vorbei.
Aber nicht nur das, schon seit gestern hab ich mehrere dieser Gruppen in Atocha gesehen, zum Beispiel beim Cafetrinken (was auch ein seltsames Bild abgibt mit den MPs).
Ist wieder was passiert, was ich verpasst hab? Ist etwa Terroralarm? Oder glauben die, sie koennten so fuer ein hoeheres Sicherheitsgefuehl in der Gesellschaft sorgen?
Falls das so sein solle, muss ich dem widersprechen. Es macht unruhig, die Leute haben Angst vor Waffen und Angst for Soldaten. Soldaten heissen Krieg, und wer hat vor Krieg keine Angst? (mit Ausnahme des Militaers, denen muss das anscheinend Spass machen)