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Pompeii

Wir haben es geschafft, es war mal wieder eine unglaubliche Reise, begonnen am Madrider Flughafen. Wir kamen pünktlich um 5 Uhr (morgens, oder besser nachts) an und es waren mehr Menschen dort als ich jemals am Flughafen gesehen hab und alle standen an den Schaltern (es waren ganze 2) von Alitalia an. Ja, wir sind mit Alitalia geflogen!

Das war unsere erste Warteschlange des Tages, und es sollte nicht die letzte werden. Nach gut 1 Stunde warten haben wir es endlich geschafft, wir sind eingecheckt, 20 Minuten bevor der Flug geht, naja, was soll´s. Also hab zum Sicherheitscheck, und ab in die Warteschlange Nummer 2. Die ist gottseidank schneller, nur 15 Minuten, aber: in 5 Minuten geht der Flug. Also schnell einmal quer durch den Flughafen. Wir haben es geschafft, in time, aber der Flieger nicht, er ist erst um 7 abgeflogen...

In Mailand mussten wir raus, auch einmal quer durch den Flughafen und in den naechsten Flieger. Aber halt, war die Stewardess nicht schon eben in der anderen Maschine? Und die, und der Steward? Hmm, sogar der Pilot ist der selbe, da haetten wir doch auch sitzenbleiben können.

Letzendlich sind wir in Neapel angekommen und im Rückblick hatten wir ein gute Kopie des alten Gard-Werbespot: Madrid, windig, die Frisur sitzt, Mailand, Regen, die Frisur sitzt, Neapel, Sonne, die Frisur sitzt. und immer schön mit Parkplatz auf freiem Feld.

Jawohl, wir hatten wunderbares Wetter, sonnig, nicht zu warm, perfekt um Pompeii zu besuchen. Ein paar Dinge wurden uns sehr schnell bewusst. So fahren die Italiener tatsächlich ziemlich radikal und bremsen nur im äussersten Notfall. Ihr Lieblingsspielzeug ist definitiv die Hupe.

Für Pompeii sollte man definitiv gutes Schuhwerk dabeihaben, manchmal ist es mehr eine Klettertour als eine Stadtbesichtigung.

Es ist schon beeindruckend, was die dort alles ausgebuddelt haben. Leider kann man nicht immer genau erkennen, was original ist und was rekonstruiert. Hatten die Römer schon Backsteine? Ich denke nicht, aber die dominieren das Bild.

Wenn man sich die Haeuser betrachtet, so findet man ne Menge guter Ideen und praktischer Erfindungen, wie z.B. die umgekehrten Dächer mit dem Quadratischen Auffangbecken im Innenhof und der darunterliegenden Zisterne. Warum macht man sowas eigentlich heute nicht mehr? OK, in Deutschland regnet es zu oft und es ist zu kalt fuer einen Innenhof, aber Spanien und Italien, eigentlich der ganze Mittelmeerraum koennte, und vielen Gegenden könnten auch gut das Wasser gebrauchen.

Interessant sind auch die ganzen Alltagsgegenstände und Personen, die durch das auffüllen der Hohlräume mit Gips oder ähnlichem erhalten blieben. Ganze Schränke sind so erhalten geblieben und ganze Familien in den letzten Minuten ihres Lebens.

Und nahezu von jedem Punkt der Stadt aus lässt sich der Vesuv sehen, hoch, im Hintergrund der Geschichte teils bedrohlich.

Das ganze ist jedoch sehr weitläufig und nach 3 Stunden ist man fertig, jedoch nicht mit Pompeii, um es wirklich zu sehen und zu begreifen braucht man wohl 2 oder 3 Tage. Und da sind ja auch noch Herculaneum und die anderen Ausgrabungsstätten rund um den Vesuv.

Nach unserem Besuch, hungrig und durstig, haben wir dann die neapolitanischen Pizzas testen wollen und gleich eine ganz neue Sache kennengelernt:

Bruschopizza

Das ist keine wirkliche Pizza, wir hätten es ahnen müssen, das ist eine grosse, getostete Scheibe Brot (oder Zwieback) belegt mit den entsprechenden Sachen, mehr wie ein Bruschetta. Lecker, aber nicht ganz das, was wir erwartet haben. Abends in Salerno haben wir dann doch noch eine richtige Pizza bekommen. Und ja, sie sind verflucht lecker!

 
logbuch/eintraege/20051003_pompeii.txt · Last modified: 2005-10-03 13:07 by loco